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Kirchenväter:

6. März 2006

Katholischer Sozialethiker und osthessische Betriebsräte verurteilen gemeinsam Lohndumping und Arbeitsplatzabbau.

Als Arbeitnehmer hat man heutzutage keinen guten Stand. Nach wie vor gibt es fünf Millionen Arbeitslose in Deutschland; und die Angst, selber bad dazugehören zu können, ist bei vielen Beschäftigten groß. Deshalb sind in immer mehr Unternehmen die Arbeitnehmer bereit, auf einen Teil des Lohnes zu verzichten, oder für das gleiche Geld mehr zu arbeiten, weil sie hoffen, so den Arbeitsplatz sichern zu können. Oft an der Gewerkschaft vorbei oder bewußt gegen sie. Die Gewerkschaften sprechen von „Lohndumping“ – das es auch in und um Fulda immer häufiger gebe. Deshalb befaßte sich eine Konferenz des DGB für Betriebsräte an diesem Wochenende damit.

Beitrag von Christoph Käppeler in hr 4 Nordosthessen am 6. März 2006

Beitrag als mp3-Datei 

Parzeller, Jumo, ÜWAG, EDAG, Filzfabrik – das sind einige der Unternehmen in Fulda, in denen Beschäftigte fürs gleiche Geld mehr arbeiten. Martin Gerst ist neuer Betriebsratschef in der Filzfabrik Fulda.

 („Unser Betriebsrat...40 Stunden...16 Leute werden entlassen“)

Die Arbeit der Entlassenen sollen dann billigere Leiharbeiter machen. Beim Verlag Parzeller in Fulda arbeiten die Beschäftigen jetzt länger, bekommen weniger Urlaub und verzichten auf Zuschläge. Sonst hätte der Verlag eine 15 Millionen teure Druckmaschine in Polen statt in Fulda aufgestellt, drohte er. Die Telekom in Fulda will ebenfalls Arbeitsplätze abbauen, so Betriebsrat Michael Wahl:

(„Aktueller Stand... werden an Billigfirmen vergeben.

Bundesweit will die Telekom trotz Milliardengewinnen 32.000 Arbeitsplätze abbauen. Professor Friedhelm Hengsbach, der Leiter des katholischen Oswald von Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik in Frankfurt, meint dazu vor den Fuldaer Betriebsräten:

(„Das hätten Kirchenväter als Diebstahl Belegschaft bezeichnet“).

Dabei haben Firma und Beschäftigte oft nicht mal was von niedrigeren Löhnen, meint Ferdinand Hareter, Sekretär der IG Metall in Fulda:

(„Dumping-Unternehmen nicht die... lobt Wagner“)

Hareter lobt die Wagner GmbH in Fulda, die Teile für die Autoindustrie herstellt. Andreas Zieschang, Betriebsratchef bei Wagner, berichtet aber vom Druck, dem sein Chef ausgesetzt ist:

(„unsern Chef bei BMW...“)

Lohnabbau nutzt niemandem was, meinen die Gewerkschafter – und wenn Betriebsräte standhaft blieben, gäben die Arbeitgeber auch nach. Günther Kopaschinski, Betriebrats-Mitglied beim Windelhersteller Hyga in Eichenzell:

(„Wir haben einen Haustarifvertrag....Lohnerhöhung ausgehandelt“)

Bei der Filzfabrik Fulda hat der Betriebrat nachgegeben, trotzdem wurden Leute entlassen – Betriebsrat Martin Gerst will daraus aus eine Konsequenz ziehen:

(„Die Konsequenz ist jetzt, dass wir nicht mehr so schnell nachgeben werden“)

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© 2006 Christoph Käppeler

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