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15. Dezember 2006

Ein Eskimo-Schamane aus Grönland besuchte Fulda, um das Eis in den Herzen der Menschen zu schmelzen - auch, damit das Eis in seiner Heimat nicht weiter schmilzt.

Mittlerweile zweifelt kaum mehr jemand daran, dass sich unsere Erde immer mehr erwärmt; und dass das schlimme Folgen für die Erde hat: Der Tsunami, der Wirbelsturm Katrina, die sich ausdehnenden Wüsten überall auf der Welt sind Beispiele. Besonders darunter leiden müssen die Inuit, das Volk der Eskimos, das rund um den Polakreis lebt – in Grönland, Kanada, Sibirien. Die Inuit, sagt Angaangaq, ein Schamane aus Grönland, haben noch nie Krieg geführt. Er reist um die ganze Welt; seine Absicht: Das „Eis in den Herzen der Menschen“ zu schmelzen, damit die Erde gerettet werden kann. Seit gestern ist er in Fulda, und gestern abend sprach er in einer Soiree über „die Weisheit des Schnees“

Beitrag von Christoph Käppeler in hr 4 Nordosthessen am 15. Dezember 2006

Beitrag als mp3-Datei 

Lied

Dies ist ein Liebeslied der Inuit. Niemand weiss, wie alt es ist, woher es kommt, aber jeder Eskimo kann es singen, erzählt Anganngaq.

Foto: Angaangaq („I come....now less than three“)

„Als ich vor 60 Jahren geboren wurde“, sagt der Eskimo, „war das Eis in Grönland 5 Kilometer dick, jetzt ist es nur noch weniger als 3 Kilometer dick“.

Schon 1978 sprach Angaangaq vor den Vereinten Nationen in New York und warnte vor der Erderwärmung und den Folgen für die Eskimos. Er bekam mehr als 10 Minuten stehenden Applaus, er war stolz darauf, aber als er nach Hause kam, fragte sein Vater ihn: „Mein Sohn, haben die Leute bei der UN Deine Botschaft verstanden?“

(„They didn’t... kept melting“)

Nein, das hatten sie nicht, sagt er – und das Eis schmolz und schmolz immer weiter. Dabei hängt alles auf dieser Erde zusammen:

(„Everytime....minus 60 grade)

Jedesmal, wenn in Brasilien oder Indonesien oder Afrika ein Baum gefällt wird, trägt das zur Erderwärmung bei; der Schnee in Grönland ist nicht mehr trocken genug, und mit nassem Schnee können die Inuit keine Iglus bauen. Die aber brauchen sie – denn man kann bei minus 60 Grad nicht draußen schlafen, sagt Angaangaq. Ein anderer Grund für die Eisschmelze:

 („It is from the car tyres...“)

Von den vielen Autoreifen auf der Welt lösen sich während der Fahrt ständig winzige Gummiteile ab und werden mit den Luftströmen nach Norden getragen. Dort setzen sie sich auf Schnee und Eis – und das schwarze Gummi schmilzt leichter im Sonnenlicht; Schnee und Eis schmelzen mit.

Aber wenn das Eis in Grönland eines Tages ganz geschmolzen sein wird, werden auch andere Teile der Welt darunter leiden müssen:

 („London will we under...should care“)

„London, die Niederlande, Norddeutschland werden überschwemmt werden. Sollten die Menschen hier in Fulda sich darum sorgen? Ich meine, ja“, sagt der Schamane. Und gerade in dieser Zeit:

 („I was in München...the way we live!“)

„Ich war war gerade in München“, erzählt Angaangaq. „Dort blühen die Bäume! Wir haben Dezember! Die Rosen wachsen immer noch in den Gärten! Sind die Leute darüber nicht besorgt? Sie sollten sich auf weisse Weihnachten freuen. Aber: Sie werden kein Weihnachten mit Schnee haben. Warum? Wegen der Art, wie wir leben!“

Dabei, so sagen die Eskimos, braucht die Natur die Decke des Schnees: Unter ihr kann sie ruhen, sich erholen, Kraft gewinnen, damit im Sommer wieder etwas wachsen kann.

Aber was kann man tun, was rät der Schamane vom Polarkreis?

(„Only bei melting the ice...chance“)

Nur, wenn wir das Eis in den Herzen der Menschen schmelzen, hat die Menschheit eine Chance, meint Angaangaq. Das sagte seine Mutter ihm, für sie hat er dieses Lied geschrieben

Angaangaqs Webseite

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© 2006 Christoph Käppeler

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