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Bischof Heinz Josef Algermissen sieht sich in seinem Mahnen und Warnen von vor einem Jahr bestätigt.
(„Ich denke, der Jahrestag...niemals wiederholen darf!“)
Pax Christis Vermutungen von damals hätten sich bewahrheitet:
(„Dass die Öffentlichkeit der Welt... nicht präsent waren“)
All diese warnenden Stimmen hatten keine Wirkung, beklagt Fuldas Bischof, obwohl auch der Papst fast jeden Tag beschwörend vor dem zu erwartenden Chaos und vor einer „Niederlage der Menschheit“ gewarnt hatte, falls der Krieg geführt werde:
(“Offensichtlich mit der Arroganz...mißachtet“)
Der Krieg als Mittel der Politik sei zurückgekehrt, kritisiert Pax Christi. Die USA hätten sich vom völkerrechtlichen Verbot eines Angriffskrieges abgekehrt. Auch solche Systeme wie die brutale Diktatur Saddam Husseins schaffe man nicht durch Kriege aus der Welt. Im Kampf gegen den Terrorismus habe der Irakkrieg keinen Fortschritt gebracht. Jüngstes Beispiel sei Madrid. Ganz gefährlich sei es, wenn man pauschal sagte: „Alle Muslime sind verkappte Terroristen“:
O-Ton
Mit Krieg, mit Einschränkung der Bürgerrechte, mit „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ werde der Terrorismus nicht besiegt. Pax-Christi-Generalsekretär Reinhard Voß setzt auf den interreligiösen Dialog:
O-Ton
Mit dem Krieg verstießen die USA nach Ansicht von Pax Christi gegen eigene christliche Ideale. Krieg, so Bischof Algermissen, sei nie zu rechtfertigen, außer in ganz wenigen Ausnahmefällen.
(„...pervers“)
Die Alliierten sollten so schnell wie möglich aus dem Irak abziehen und die Macht an eine unter UN-Aufsicht frei gewählte irakische Regierung übergeben, fordert Pax Christi. Die NATO dürfe nicht im Irak eingesetzt werden. Am Samstag will Pax Christi zusammen mit vielen anderen Gruppen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein dafür demonstrieren.
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© 2004 Christoph Käppeler