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Aus Bimbach oder Syrien

19. Januar 2004

Seit über 20 Jahren werden Kinder aus vielen Kulturen gemeinsam in einem Fuldaer Kindergarten betreut

50 Kinder besuchen den Kindergarten der Maria-Ward-Schwestern (einem katholischen Frauen-Orden, der auch Schulen betreibt) in Fulda. Seit fast einem Vierteljahrhundert machen die Erzieherinnen hier etwas, worauf man anderswo erst in letzter Zeit kommt: Kinder, die katholisch, muslimisch, hinduistisch, buddhistisch sind, aus vielen verschiedenen Ländern, gemeinsam und gleichberechtigt miteinander erziehen. Obwohl der Kindergarten katholisch ist, werden alle anderen Religionen genauso akzeptiert. Bei Sprachproblemen organisieren die Erzieherinnen Übersetzer für die Eltern oder Extra-Unterricht für die Kinder. Und auch manche deutsche Eltern schicken ihre Kinder bewußt hierhin, weil sie darin Vorteile für ihre Kinder sehen. Christoph Käppeler hat den Kindergarten heute mittag besucht:

Beitrag von Christoph Käppeler in “hr1-Heute Aktuell” am 19. Januar 2004

Beitrag als mp3-Datei

Der Kindergarten der Maria-Ward-Schwestern in der Fuldaer Innenstadt.

In jeder der zwei Gruppen sind 25 Kinder. Die Hälfte von ihnen stammt nicht aus Deutschland:

021 Türkei...wohn‘ in Bimbach“)

Ob Bimbach oder Syrien – wo jeder herkommt, spielt keine Rolle für die Vier- bis Fünfjährigen. Peggy Hüseler – sie ist Deutsche - holt ihre Tochter Ashley Diana ab:

143 („Ich finde das.. sollte was ganz normales sein..oft nicht ist“)

Die Spanierin Perez Lopez hat ihre vierjährige Tochter im Maria-Ward-Kindergarten – ihre Kinder fühlen sich als Deutsche und Spanier, sagt sie:

081 („Das liegt daran, dass...mit den Kinder“)

Die Mutter Bayric Yildiz, Mazedonierin, meint:

108 („Bin ganz zufrieden... an die Erzieher...super..ganz zufrieden“)

Gertrud Muth leitet den Kindergarten seit 23 Jahren – und so lange schon arbeitet sie mit gezielt mit Kindern aus verschiedenen Kulturen. So werden alle Feste zusammen gefeiert. Zur Verabschiedung der Kinder in die Schule spricht neben dem Pfarrer auch ein islamischer Geistlicher ein Segensgebet:

215 („Wir feiern...Sankt Martin..Ramadan...Zuckerfest“)

Viele Muslime melden ihre Kinder deswegen bewußt im christlichen Kindergarten der Maria-Ward-Schwestern an . Auch Peggy Hüseler will ihre Tochter von Anfang an multikulturell erziehen:

151 („Das die das von Anfang ..nichts ungewöhnliches für sie“)

Leiterin Gertrud Muth sieht die größten Erfolgschancen für Integration im Kindergartenalter:

228 („Die Kinder sind ja Schulkindern eine andere Situation“)

Im Kindergarten der Maria-Ward-Schwestern in Fulda hat das in 23 Jahren schon viele Früchte getragen: Eltern berichten immer wieder, dass die Kinder später in der Schule keine Probleme damit hatten, anders sprechende, anders betende, anders essende Kinder zu treffen.

 

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© 2004 Christoph Käppeler

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