Home
2002
17. Dezember 2002
13. Dezember 2002
12. Dezember 2002 2
12. Dezember 2002
10. Mai 2002
26. April 2002
25. April 2002 2
25. April 2002
24. April 2002
19. April 2002
26. März 2002
20. März 2002
12. März 2002
28. Februar 2002
29./30. Januar 2002
21. Januar 2001
16. Januar 2002
BuiltByNOF
Fulda ist keine Sonderwelt

16. Januar 2002

Nach 250 Jahren Bistum Fulda kündigt Bischof Heinz Josef Algermissen einschneidende Reformen in den Gemeinden an.

Das Bistum Fulda wird in diesem Jahr 250 Jahre alt. „Was, erst 250?“ wird sich man einer fragen. Schließlich hat Bonifatius doch schon vor über 1250 Jahren das Kloster Fulda gegründet! Und schließlich war doch Fulda lange, lange Zeit, bis 1802,  eine geistliche Herrschaft, wurde also auch weltlich von der Kirche regiert. Das stimmt zwar, aber: Auch daß das Bistum erst ein Vierteljahrtausend alt wird, ist richtig. Und dieses Jubiläum soll in diesem Jahr gefeiert werden: Ein kleiner Rückblick, der auch zu einem Blick in die ungewisse kirchliche Zukunft gerät :

Beitrag von Christoph Käppeler im “hr4-Osthessen- Journal” am 16. Januar 2002

Beitrag als mp3-Datei

Es ist wahr: Es gibt ältere Bistümer als das Bistum Fulda. Aber: Das Kloster Fulda, begründet von Bonifatius, ist wiederum älter als die meisten deutschen Bistümer rechts des Rheins. Daß es hier kein Bistum gab, obwohl hier mit Bonifatius oder Hrabanus Maurus die bedeutendsten Köpfe der damaligen Kirche wirkten, hat damit zu tun, daß die Abtei Fulda seit dem Jahr 751 keinem Ortsbischof unterstand, sondern unmittelbar dem Papst in Rom. Der Fuldaer Abt war mächtiger als manch ein Bischof im Deutschen Reich.  Trotzdem: alles, was rechts von Fliede und Fulda lag, gehörte zum Bistum Würzburg, alles links davon zum Bistum Mainz.

Lange, lange bemühten sich die Fuldaer Äbte, auch die bischöflichen Rechte für das Hochstift zu bekommen. 1752 war es schließlich so weit. Papst Benedikt der vierzehnte erhob die Fürstabtei Fulda zum Bistum. Erster Fürstbischof wurde Amand von Buseck. Fuldas Bischof Heinz-Josef Algermissen meint:

(„1752 war ein spannendes Jahr...Aufklärung“)

Aber: Fuldas Bischof meint, daß das historische Datum eigentlich relativ unwichtig ist – denn die Bistumserhebung schrieb eigentlich nur  fest, was schon lange praktiziert wurde – so war der Fürstabt zum Beispiel auch schon vorher ein Weihbischof gewesen. Wichtiger findet Bischof Algermissen deshalb, mit dem Rückblick auf 250 Jahre sich auf große, bevorstehende Veränderungen in der nahen Zukunft einzustellen – denn sowohl die Zahl der Gläubigen als auch die Priester geht zurück:

(„Umbaumaßnahmen so groß wie in den letzten 250 Jahren nicht mehr...“)

Denn das Bistum Fulda sei das einzige unter den deutschen Bistümern, das bisher seine Pfarreien nicht umstrukturiert habe. Fulda sei aber keine „Sonderwelt“ – auch hier gibt es einen dramatischen Rückgang der Anzahl der Priester.

(„Konkret heißt das.....

Er wolle sich sich kein Urteil darüber erlauben, was in den letzten Jahren geschehen sei – schließlich habe es hier in Fulda immer noch mehr Priester gegeben als anderswo - daß Bischof Algermissen aber jetzt so plötzlichen und dringenden Handlungsbedarf sieht, bedeutet ja, daß in den Vorjahren nicht rechtszeitig Sorge getragen wurde – und das kann man als unausgesprochene Kritik an seinem Vorgänger Johannes Dyba verstehen.

Jedenfalls wird der Bischof seine Pläne am ersten Fastensonntag in einem Hirtenwort vorstellen.

zurück zur Homepage



© 2002 Christoph Käppeler

[Home] [2007] [2006] [2005] [2004] [2003] [2002] [2001] [2000] [1999] [1998] [1997] [1995] [Fuldaer Foaset] [Rhöner Mundart] [Juden in Fulda]