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Schön und schwer zu stimmen: Barocklaute erklingt erstmals wieder

17. August 2000

Die Musik am Fuldaer Hofe, also die Musik, die vor 200 bis 300 Jahren am Hof der Fürstbischöfe gehört wurde, ist in den vergangenen Jahren wieder der Vergessenheit entrissen worden. Noten von verschollenen Stücken, die damals gespielt wurden, wurden unter anderem in Amerika wieder entdeckt. Am kommenden Samstag wird es auf Schloß Fasanerie, der ehemaligen Sommerresidenz der Fuldaer Fürstäbte und -bischöfe, ein Konzert mit geistlicher Abendmusik zum Bachfest geben. Und dabei wird eine Barocklaute eine Rolle spielen, die lange Zeit ungespielt geblieben ist.

Beitrag von Christoph Käppeler für das hr4-Osthessen-Journal am 17. August 2000

(Musik...)

Die Suite in g-Moll von Johann Sebastian Bach. Gerlind Puchinger spielt auf der Barocklaute im Schloß Fasanerie. Jahrzehnte lang lag die Laute unbeachtet im Schloß. Sie hatte keine Saiten mehr, war aber wenig ramponiert. Museumsleiter Markus Miller:

(„Durch eine Begegnung...herauszuholen“).

Wie im Barock üblich, ist die Laute reich und kunstvoll verziert: Szenen mit griechischen Göttern in Perlmutt; auf der Rückseite eine Einlage aus geschnitztem Elfenbein. Viele andere originale Barocklauten sind heute nur noch im Museum zu sehen – als Instrument sind sie Schrott. Die Laute in Eichenzell dagegen mußte nur ein wenig repariert werden und neue Saiten bekommen. Lautenspielerin Gerlind Puchinger:

(„Es ist einerseits eine Barocklaute...Wirbelkästen...verwendet wurde“)

Martin Vogt baute sie 1727 in Hamburg. Von ihm ist wenig überliefert. Der Wert der Laute könnte die Million erreichen. Seit den sechziger Jahren hat die Laute in der Folklore eine Renaissance gehabt – bei der alten Musik aber interessiert man sich erst seit kurzem wieder dafür.

(„Bis ins späte 18. Jahrhundert...Stimmung hält“)

Die Barocklaute gehört zur Kunstsammlung der Landgrafen von Hessen. Sie stammt aus der Sammlung der Gemahlin des 99-Tage-Kaisers Friedrich, Victoria. Aber solche Instrumente gab es auch zur Barockzeit im Schloß Fasanerie. Konzerte gehörten zum dortigen Sommerleben, so Markus Miller:

(„Die Konzerte fanden im täglichen Leben statt...von Musik“)

 Musik

Die Prelude der Suite in d-Moll von Sylvius Leopold Weiß. Gerlind Puchinger wird sie am Samstag spielen – es ist Musik aus der Zeit, um 1727, als die Laute gebaut wurde:

(„Es war Bachs Leipziger Zeit...gehört hatte“)

Titel des Programms: „die Welt hat sich zur Ruh gemacht“ – geistliche Musik zum Bachfest, denn:

(„wir dachten, daß zu dieser Zeit....gehört haben“)

Gerlind Puchinger an der Barocklaute wird zusammen mit Fuldas Domorganist Hans-Jürgen Kaiser, an der Orgel, spielen und als Bariton singt Fuldas Domkantor Franz-Peter Huber – Samstag, 20 Uhr in Schloss Fasanerie in Eichenzell...

Musik

Laute2
Nach dem Konzert in Schloß Fasanerie (jeweils von rechts nach links: Gerlind Puchinger, Franz-Peter Huber, Hans-Jürgen Kaiser)
Laute
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© 2000 Christoph Käppeler

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